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Pränataldiagnostik / Invasiv

Chorionzottenbiopsie (CVS)

Was ist eine Chorionzottenbiopsie?
Der Eingriff wird üblicherweise in der 11. bis 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei der Chorionzottenbiopsie wird Chorion (=Mutterkuchen)-Gewebe auf Chromosomenstörungen untersucht.

Sowohl der Fet als auch der Mutterkuchen entwickeln sich beide aus der befruchteten Eizelle und haben daher einen identischen Chromosomensatz. Mit einer dünnen Nadel wird eine kleine Menge des Chorion-Gewebes durch die Bauchdecke entnommen. Der Eingriff wird mit Ultraschall überwacht und dauert ein bis zwei Minuten.

Das Risiko einer Fehlgeburt verursacht durch die Chorionzottenbiopsie liegt ungefähr bei 1% und ist vergleichbar mit dem Risiko der Fruchtwasseruntersuchung nach 14 Schwangerschaftswochen. Eine Fehlgeburt, die durch den Eingriff ausgelöst wird, tritt meistens innerhalb der ersten 5 Tage nach der Untersuchung auf.

Das Ergebnis der Chromosomenanalyse liegt nach 2 Tagen (Kurzzeitkultur) bzw. nach 8-10 Tagen (Langzeitkultur) vor. In speziellen Fällen können zusätzliche Untersuchungen bezüglich genetischer Erkrankungen wie z.B. Stoffwechselkrankheiten durchgeführt werden. Selten können sich unklare Befunde ergeben, die die Durchführung weiterführender Untersuchungen notwendig machen.

Weitere Themen in dieser Rubrik: Chorionzottenbiopsie Fruchtwasseruntersuchung Nabelschnurpunktion / fetale Therapie

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