Rundung

Pränataldiagnostik / Nicht invasiv

Feindiagnostik und fetale Echokardiographie

Ultraschall - Babyfüße
Ultraschall - Babyfüße
Weiterführende Ultraschalluntersuchung (sog. Organdiagnostik, Feindiagnostik, Fehlbildungsschall)
fetale Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des kindlichen Herzens)

Die Ultraschalluntersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, das nach heutigem Wissensstand bei korrekter Anwendung keine negativen Auswirkungen auf die Mutter oder das ungeborene Kind hervorruft. Dies gilt auch für wiederholte Untersuchungen. Der optimale Zeitpunkt für diese Untersuchung ist die 20.-22. Schwangerschaftswoche (SSW).

Ziel der Untersuchung ist es, Informationen über die Schwangerschaft und den Zustand des ungeborenen Kindes zu erhalten. Die darstellbaren Organe werden hinsichtlich ihrer zeitgerechten Entwicklung und ihrer Ausbildung beurteilt. Mit dieser Untersuchung sind wir heute in der Lage, eine Vielzahl von angeborenen Erkrankungen auszuschließen. Es können dabei aber auch Fehlbildungen oder Erkrankungen des Feten erkannt werden. Nach der Untersuchung werden die möglichen Folgen (z. B. eine intensivierte Überwachung) besprochen und geplant.

Babyfüße
Babyfüße
Nicht alle kindlichen Erkrankungen gehen mit im Ultraschall sichtbaren Veränderungen einher. Dies gilt insbesondere für Chromosomenstörungen, genetische Defekte und Stoffwechselerkrankungen. Ebenso können kleinere Defekte (z. B. ein kleines Loch in der Herzscheidewand, Veränderungen an Fingern, Zehen, Ohren oder Lippen) auch bei größter Sorgfalt und modernen Geräten nicht immer erkannt werden. Einige Erkrankungen entwickeln sich erst im Verlauf der Schwangerschaft (nach der 30-33. SSW), manche erst nach der Geburt.

Die Ultraschalldiagnostik ist sehr von den Untersuchungsbedingungen abhängig. Diese sind eingeschränkt bei:
  • kräftigen mütterlichen Bauchdecken
  • ungünstiger Lage des Kindes
  • Verminderter Fruchtwassermenge
Unter solchen Bedingungen sind Beurteilbarkeit und Diagnostik nur bedingt möglich.

Ultraschall - Herz
Ultraschall - Herz
Es muss darauf hingewiesen werden, dass Chromosomenstörungen wie z.B. die Trisomie 21 ("Down-Syndrom") mit Ultraschalldiagnostik nicht erkannt oder ausgeschlossen werden können. Hierfür sind Eingriffe wie Fruchtwasser- oder Mutterkuchenpunktionen notwendig. Ebenso gibt es seltene genetische Erkrankungen (sog. "Syndrome"), die vor der Geburt des Kindes nicht festgestellt werden können.

Die meisten Untersuchungen zeigen keine Auffälligkeiten, was zum Abbau von Sorgen und Ängsten beitragen kann.

Ein auffälliges Ergebnis kann aber zu Verunsicherungen und Konflikten führen. In dieser Situation kann eine invasive Diagnostik erfolgen und /oder es können weitere Spezialisten (Humangenetiker / Kinderärzte / Kinderchirurg) hinzugezogen werden. Auch eine psychosoziale Beratung kann sinnvoll sein und wird auf Wunsch vermittelt.

Normale Ultraschall-Untersuchungen schließen viele organische Fehlbildungen aus, können aber keinesfalls die Geburt eine „gesunden“ Kindes garantieren.

Weitere Themen in dieser Rubrik: Ersttrimesterscreening integiertes Screening NIPT / cf-DNA Feindiagnostik - Ultraschall Doppler-Untersuchung

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